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südliches Europa

Rhodos, die griechische Sonneninsel

6. April 2006 | Von Katrin Lutz

300 Tage Sonne im Jahr, breite Sandstrände, ein zum schwimmen und surfen einladendes Mittelmeer, Hotelketten und Souvenirstände, das ist das typische Bild, dass der Urlauber von der griechischen Insel Rhodos gewinnt. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt das ursprüngliche, ruhigere Rhodos: wilder Oregano, der aus Mauerritzen sprießt, kleine verwinkelte Gässchen zwischen den weißen Häusern, kunstvoll verzierte Innenhöfe und geschichtsträchtige Stätten.

Das einstige Weltwunder, den berühmten Koloss von Rhodos, kann man nicht mehr sehen. Er wurde 227 vor Christus bei einem Erdbeben zerstört. Betrachtet man jedoch das 30 Meter aufragende Minarett der Suleiman Moschee in Rhodos-Stadt, bekommt man einen guten Eindruck, wie die Statue einst über der Stadt gethront haben muss.

Bewegte Vergangenheit

Rhodos hat eine bewegte Vergangenheit. Von der antiken Stadt ist nicht mehr viel zu sehen. Sie wurde durch mittelalterliche Häuser ersetzt, umrahmt von einer vier Kilometer langen Stadtmauer. Die Befestigungsanlage wurde im 13. Jahrhundert von den Byzantinern errichtet und später von den Rittern des Johanniterordens verstärkt. Sie konnte jedoch nicht vor dem Angriff der Türken 1523 schützen. Fast 400 Jahre lang herrschten die Türken über die Insel. Später kamen Italiener, Deutsche und Briten. Erst seit 1948 gehört Rhodos zu Griechenland.

Überall auf Rhodos findet man antike Überreste. Damit ist die Insel nicht nur ein Paradies für Sonnenbader, sondern auch für Archäologen. Unter der Stadt-Rhodos befindet sich ein weit verzweigtes Netz aus Katakomben, das zum Großteil noch nicht erforscht ist. Einige der Grabstätten sind noch vollständig erhalten.

Ritterstraße und kleine Gässchen

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Rhodos-Stadt gehört die Ritterstraße mit den prachtvollen Herbergen der Johanniter und dem Großmeisterpalast. Hierhin pilgern die Touristen in Scharen. Doch nur einen Schritt abseits wird es ruhiger. Die kleinen Gassen laden zur Entdeckungsreise ein. Bunte Türen zieren die Häuser. Über steinerne Streben, die die Häuser wie Torbögen verbinden, rankt Wein. So hübsch sie anzusehen sind, der Zweck der Bögen ist ein ganz praktischer: Sie dienen als Erdbebenschutz.

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Lindos, die weiße Stadt

Etwa 50 Kilometer nordöstlich von Rhodos-Stadt liegt Lindos. Eine antike dorische Stadt, die noch heute bewohnt ist und touristisch fest in der Hand der Engländer ist. Den Weg zur Akropolis mit dem Athentempel solle man trotz Besucheransturm wagen, denn von der Anhöhe hat man einen wunderbaren Ausblick über das türkisblau schimmernde Wasser der Lindos Bucht und der Apostel-Paulus-Bucht.

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Wer bei dem Anblick Lust auf einen Badeurlaub bekommen hat, sollte sich die Strände an der Ostküste aussuchen. Hier liegen die schönsten Strände der Insel. Wer dem touristischen Trubel entkommen will, sollte in den Süden von Rhodos fahren. Je weiter man gen Süden kommt, desto „griechischer“ wird es. Hier herrscht noch dörfliches Treiben und überwiegend Ruhe.

Weitere Infos findet man hier.



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1 Kommentar

  1. “Etwa 50 Kilometer nordöstlich von Rhodos-Stadt liegt Lindos.”

    Na das stimmt aber nicht - das trifft auf Rhodos Stadt zu von Lindos aus gesehen. Lindos liegt südlich von Rhodos Stadt an der Ostküste.

  2. Auch wir waren vor ein paar Jahren in Rhodos. Wunderschön! Wir hatten damals ein “Insel-Hopping” gemacht, wodurch wir wahnsinnig viel von Griechenland sehen konnten. Sehr empfehlenswert! Wen es interessiert: Infos zu den Schiffen findet man u.A. hier: http://www.how-to-get-around.de/248-faehregriechenland/

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